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Krankenversicherung

In Deutschland existieren zwei parallele Krankenkassensysteme: die gesetzliche und die private Krankenversicherung. Gemeinsam ist beiden Systemen die Absicherung im Krankheitsfall.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) trat in Deutschland zum 1. Dezember 1884 auf Grundlage des "Gesetzes betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter" in Kraft und ist heute maßgeblich im 5. Sozialgesetzbuch (SGB V) geregelt. Als Solidargemeinschaft hat sie die Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern. In erster Linie tragen aber die Versicherten Verantwortung für ihre Gesundheit, die ihnen der Gesetzgeber auch ausdrücklich zuschreibt.

In der gesetzlichen Krankenversicherung haben grundsätzlich alle Versicherten den gleichen Anspruch auf Leistungen, die wiederum ausreichend und zweckmäßig sein sowie wirtschaftlich erbracht werden müssen und das Maß des Notwendigen nicht überschreiten dürfen. Die gesetzlichen Krankenkassen können jedoch Mehrleistungen in ihren jeweiligen Satzungen festlegen. Pflichtmitgliedschaft und Beitragsbemessung richten sich in der gesetzlichen Krankenversicherung nach einem vom persönlichen Einkommen abhängigen festen Beitragssatz.

An die Stelle der gesetzlichen Krankenversicherung, aber auch ergänzend, kann die private Krankenversicherung (PKV) treten. In der PKV versichert sind Beamte, Selbständige und andere nicht gesetzlich Pflichtversicherte sowie Personen, deren Einkommen über der gesetzlich festgelegten Beitragsbemessungsgrenze liegt und die dort nicht als freiwillig Versicherte bleiben, sondern in die private Krankenversicherung wechseln.

Unsere Position:
Für eine zukunftssichere Krankenversicherung sind nachhaltige Strukturreformen erforderlich. Diese müssen sowohl auf der Finanzierungsseite ansetzen, etwa durch einkommensunabhängige Gesundheitsprämien, als auch auf der Leistungsseite, zum Beispiel durch die Intensivierung des Wettbewerbs und die Konzentration des Aufgabenkatalogs auf eine Basissicherung.

Das gesundheits- und kostenbewusste Verhalten der Versicherten erfährt durch Selbstbeteiligung den notwendigen Anreiz. Eine ergänzende kapitalgedeckte Risikovorsorge sichert zugleich die langfristige Finanzierbarkeit der gesetzlichen Krankenversicherung. Langfristiges Ziel muss es sein, die Gesundheitskosten von den Arbeitskosten vollständig abzukoppeln, um der weiteren Verteuerung des Faktors Arbeit entgegenzuwirken.

     

 


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