Thomas Kaeser, Vorstandsvorsitzender des VMET, zur Marktlage

Thomas Kaeser, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie in Thüringen, sagte heute anlässlich der virtuellen Mitgliederversammlung: "Für viele Firmen ist die Lage weiter unsicher, denn wann der Stand vor Corona wieder erreicht sein wird, ist für die Hälfte der Firmen derzeit nicht absehbar. … Wir brauchen eine schnelle Rückkehr zur Selbstständigkeit des Marktes."
09/03/2020

Medieninformation

Thomas Kaeser, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie in Thüringen, sagte heute anlässlich der virtuellen Mitgliederversammlung: "Für viele Firmen ist die Lage weiter unsicher, denn wann der Stand vor Corona wieder erreicht sein wird, ist für die Hälfte der Firmen derzeit nicht absehbar. … Wir brauchen eine schnelle Rückkehr zur Selbstständigkeit des Marktes."

Heute fand die Mitgliederversammlung des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie in Thüringen statt, zu der sich die Firmen der Branche erstmals in diesem Jahr virtuell trafen. Thomas Kaeser, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie in Thüringen, sagte: "Trotz der Lockerungen in der Corona-Krise bleibt die Lage in der deutschen Metall- und Elektrobranche stark angespannt. Die Produktion lag im Sommer 30 Prozent unter dem Frühjahrsniveau. In der wichtigen Autoindustrie ging die Produktion sogar um fast 54 Prozent zurück und fiel auf den Stand von 1993. Fehlende Liquidität und Nachfrage bleiben die größten Probleme der Unternehmen. Die wirtschaftliche Lage des Industriezweiges bleibt weit von der Normalität entfernt. Das trifft auch auf die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen zu. Die Auswirkungen der Corona-Krise zeigen deutliche Auswirkungen: Umsätze (-18,2 Prozent) und Ausfuhren (-14,8 Prozent) gingen deutlich zurück. Produktion und Nachfrage sanken rapide, Lieferketten wurden unterbrochen. Mehrere Blitzumfragen zwischen April und Juni zeigten, dass die Produktion bei 100 Prozent der Firmen eingeschränkt war und mehr als die Hälfte (60 Prozent) von ihnen verzeichneten starke Rückgänge. Hauptursache für die rückläufige Produktion sind Nachfrageeinbrüche in Deutschland (76,2 Prozent) und Westeuropa (66,7 Prozent). Um die Beschäftigten in den Firmen zu halten, ist Kurzarbeit weiterhin das Mittel der Wahl. Für viele Firmen ist die Lage weiter unsicher, denn wann der Stand vor Corona wieder erreicht sein wird, ist für die Hälfte (52,4 Prozent) der Firmen derzeit nicht absehbar. Lediglich ein Drittel geht davon aus, dass Mitte 2021 eine Normalisierung einsetzen könnte."

Der Bund und das Land Thüringen legten Konjunkturprogramme in Größenordnungen auf, die bisher nicht für möglich gehalten wurden, so Kaeser weiter. "Die Praxis wird zeigen, welche Effekte wirklich eintreten. Entscheidend ist, dass das Paket hoffentlich zu einem Dynamikwechsel verhelfe und Anstöße setze. Es darf auf keinen Fall eine dauerhafte Lösung sein. Wir brauchen eine schnelle Rückkehr zur Selbstständigkeit des Marktes," sagte Thomas Kaeser.[1]

Im Verband der Metall- und Elektro-Industrie in Thüringen sind 56 Firmen mit insgesamt 18.400 Beschäftigten Mitglied.

Dr. Ute Zacharias
Verbandssprecherin
T 0361 6759-153
M 0173 8899743

 

[1] Auszug der Rede zur VMET-Mitgliederversammlung.




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