Kommentar Stephan Fauth

 


Überflüssig

Nicht nur in der Pandemie achten die Firmen auf die Gesundheit der Beschäftigten. Aber jetzt ganz besonders. Die Firmen arbeiten auf der Basis von Pandemiekonzepten. Betriebliche Abläufe wie Schichtpläne oder Pausenzeiten wurden angepasst, Arbeitsplätze coronabedingt überprüft. Mobiles Arbeiten oder Home-Office wird dort ermöglicht, wo es aus betrieblicher Sicht möglich ist. Das passierte schon vor der Home-Office-Regel von Bundesarbeitsminister Heil. Nach dieser Maßnahme muss der Arbeitgeber Home-Office oder mobiles Arbeiten anbieten. Der Beschäftigte kann, muss es aber nicht annehmen. Der Arbeitgeber kann ihn dazu nicht zwingen. Auch jetzt gilt weiter, es muss in die betrieblichen Abläufe passen und vor allem sinnvoll sein. Auch nicht jeder Bürojob taugt dafür.

Ob Home-Office oder mobiles Arbeiten sinnvoll ist und in die betrieblichen Abläufe passt, bleibt eine unternehmerische Entscheidung. Die Regel zwingt die Firmen dazu, das zu dokumentieren. Damit erhöht sich der bürokratische Aufwand in den Firmen, die derzeit mit Corona-Schutzmaßnahmen und ständig neuen Verordnungen der Landesregierung mit ungenauen rechtlichen Regeln zu kämpfen haben. Dennoch, die Pandemiekonzepte in den Firmen funktionieren gut. Das belegen die geringen Infektionszahlen in den Firmen, die das RKI nennt. Hohe Infektionszahlen gibt es anderswo: in Alten- und Pflegeheimen sind sie nachgewiesen.

Die Home-Office-Regel ist überflüssig, weil sie den Status quo der meisten Firmen abbildet. Wie immer im Leben, gibt es hier und da Luft nach oben und auch einige Beschäftigte, die nach ersten Erfahrungen mit Home-Office oder mobilem Arbeiten doch lieber vor Ort arbeiten, unter Corona-Schutzbedingungen versteht sich.

Aus Unternehmen für Unternehmen - Februar 2021

 

 

 

 

 

 

 


 



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