Kommentar Stephan Fauth

 

Verantwortung

Es ist eingetroffen, was Virologen prophezeiten: Massiv gestiegene Infektionszahlen im Herbst. Risikogebiete, Sperrstunden und Maskenpflicht in Innenstädten sind nun auch in Thüringen Realität geworden.

Wir werden mit dem Virus noch länger leben müssen als noch im Frühjahr erhofft. Das Virus stellt die Experten weiterhin vor unbeantwortete Fragen. Dennoch ist jetzt mehr bekannt als im Frühjahr. Bekannter ist, wo sich das Virus weniger verbreitet: beispielsweise in Supermärkten oder beim Friseur.

In den Betrieben regeln Infektionsschutz- Maßnahmen den Arbeitsalltag. Fieber messen, Begegnungsregeln in den Pausen und vorrangig Videomeetings sorgen dafür, dass das Virus möglichst keinen Eingang findet. Denn es gilt Beschäftigte, die auch Eltern und Partner sind, zu schützen. Und nicht zuletzt, soll die Produktion aufrechterhalten werden, zu unser aller Wohl.

Es scheint unvermeidbar, dass wir noch eine Weile mit dem Virus leben müssen. Das nervt und ist verständlich. Dennoch ist die Mehrheit mit den derzeitigen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus einverstanden. Im letzten ZDF-Politbarometer halten 64 Prozent der Befragten die Maßnahmen für gerade richtig, 23 Prozent sprachen sich für weitergehende Maßnahmen aus. Lediglich zwölf Prozent halten sie für übertrieben. Die Gegner sind laut. Doch die Fakten sprechen für sich.

Fakt ist auch, dass die Ansteckungsgefahr im privaten Bereich besonders hoch ist. Hier gilt es noch vorsichtiger zu sein. Und gerade hier ist es nicht immer leicht: bei Freunden, Eltern und Geschwistern. Gerade in dieser Phase hat es jeder ein Stück selbst in der Hand.

Mit dem Virus zu leben heißt, all die Dinge zu tun, die unter Corona-Bedingungen gehen. Mit Vorsicht, aber ohne Angst. Ein Restrisiko bleibt. Ein zweiter Lockdown wäre für alle katastrophal. Er bleibt unnötig, wenn sich die Mehrheit an die Regeln hält. Je kürzer es notwendig ist, umso besser.

Aus Unternehmen für Unternehmen - November 2020

 

 

 

 

 

 

 

 


 



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